IA et éducation: pour une culture numérique sans déterminisme technologique
L’intelligence artificielle entraîne des changements profonds dans le domaine de l’éducation. Comment le système y réagit-il? En savoir plus dans l’article de blog de Toni Ritz.Les articles du blog sont publiés uniquement dans leur langue d’origine.
Die grundsätzliche Revolutionierung der Bildung durch Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Faktum; ob wir jedoch eine echte Chance für innovatives, personalisiertes Lernen nutzen oder in die Fallen der reinen Effizienzsteigerung tappen, liegt in der Hand unserer strategischen Antwort darauf. Die Rolle der Bildungsverwaltung verändert sich.
In der Schweiz werden momentan Pilotprojekte, Schulungsangebote und ethische Leitfäden entwickelt, die künstliche Intelligenz (KI) als eine unterstützende Kraft und nicht als blosses Automatisierungstool sehen. Educa, die Fachagentur der EDK und des SBFI, hat mit ihrem Bericht zur Datennutzungspolitik einen umfassenden Orientierungsrahmen für Bildungspolitik und -verwaltung geschaffen.
KI-Potenziale für systematische Schulentwicklung
Der erstellte Bericht zur Datennutzungspolitik ist in erster Linie für Entscheidungsträger in der Bildungspolitik und -verwaltung gedacht und bietet ihnen konkrete Entwicklungsansätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI und Daten im Bildungssektor. Vor allem die Entwicklungslinie 6 «Potenziale von algorithmischen Systemen und KI in der Bildung rechtskonform und kontrolliert nutzen» illustriert, wie man KI-gestützte Bildung technisch umsetzt und so Gelingensbedingungen für den pädagogischen Einsatz schafft. Diese Entwicklungslinie macht deutlich, dass Daten nicht nur zur individuellen Lernförderung, sondern auch zur systematischen Schulentwicklung genutzt werden sollten – immer unter strikter Wahrung des Datenschutzes und der digitalen Souveränität. Für Bildungsverwaltungen heisst das konkret, dass sie Bedingungen schaffen müssen, die es Schulen erlauben, KI-generierte Daten zur Analyse von Lernprozessen zu nutzen. Dies sollte jedoch geschehen, ohne dass sie die Kontrolle über sensible Schülerinnen- und Schülerdaten an internationale Tech-Konzerne abgeben.
Die Bildungsverwaltung im KI-Zeitalter: Ein verändertes Rollenverständnis
Die von Educa für Bildungspolitik und -verwaltung entworfenen Empfehlungen sind dazu da, nicht nur den Unterricht, sondern auch die Verwaltungsstrukturen selbst zu transformieren. Bildungsbehörden entwickeln sich zu «Data-Governance-Instanzen», die über das blosse Erlassen von Verordnungen hinausgehen und aktiv die Datenflüsse im Bildungssystem steuern und überwachen. Das erfordert neue Fähigkeiten in den Verwaltungen: Datenschutzexpertise muss mit pädagogischem Verständnis und technischem Know-how kombiniert werden.
Herausforderungen für Politik und Verwaltung
KI und der Umgang mit Daten bringen für die Bildungspolitik und -verwaltung erhebliche Herausforderungen mit sich. Die Realität, dass viele der leistungsfähigen KI-Tools von internationalen Anbietern kommen, steht oft im Widerspruch zur Forderung nach Datensouveränität. Es ist eine erhebliche Herausforderung für Bildungsverwaltungen, zwischen dem Wunsch nach modernster Technologie und dem Bedürfnis nach Datenschutz zu navigieren.
Educa schlägt hier einen praktischen Ansatz vor: Daten von hoher Sensibilität dürfen ausschliesslich auf Schweizer Infrastruktur verarbeitet werden. Für weniger kritische Anwendungen sind internationale Tools erlaubt – jedoch nur nach gründlicher Prüfung und mit klaren vertraglichen Vereinbarungen. Hier stützt sich Educa auf die Resolution zur Auslagerung von Datenbearbeitungen in die Cloud von privatim.

KI-generiertes BildEduca hebt in ihrem Bericht jedoch hervor, dass technische Lösungen allein nicht genügen. Eine Kultur des verantwortungsvollen Umgangs mit Daten sollte gefördert werden. Das heisst, dass man nicht alles, was man technisch umsetzen kann, auch tatsächlich machen sollte. Die Fachagentur warnt ausdrücklich vor einem «Daten-Determinismus», in den Algorithmen die Verantwortung für pädagogische Entscheidungen übernehmen. Daten sollten als Reflexionsinstrument genutzt werden, das Lehrpersonen und Bildungsverwaltung unterstützt, anstatt sie zu ersetzen.
Damit eröffnet sich der Schweizer Bildungspolitik eine wichtige Chance. Die von Educa erstellte Datennutzungspolitik, vor allem mit Blick auf Entwicklungslinie 6, ist eine hervorragende Orientierung, um durch die KI-Revolution zu steuern. Jetzt ist die Zeit zum Handeln – mit klaren Grundsätzen, souveränen Strukturen und dem unerschütterlichen Willen, Technologie der Pädagogik zu dienen, nicht umgekehrt.
*Die Meinungen von Gastautoren repräsentieren nicht zwingend die Haltung der EDK.


